Statistik für das Land Bremen

Bevölkerung

30.06.2021

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Bevölkerungsentwicklung und -prognose

Das bis 2016 anhaltende Bevölkerungswachstum im Land Bremen ist seit 2017 stark zurückgegangen. Seit 2019 kann für die Stadt Bremen sogar ein Bevölkerungsrückgang beobachtet werden. Für Bremerhaven hat sich in den letzten Jahren de facto ein Nullwachstum eingestellt.

Bevölkerungsentwicklung und -prognose

In Bremen und Bremerhaven ist das Bevölkerungswachstum seit 2018 rückläufig und zuletzt negativ. Eine Ursache ist der sich durchschlagende demographische Wandel, der sich in beiden Städten deutlich zeigt. Im Jahr 2020 sind dabei die Sterbezahlen leicht erhöht. Die Corona-Pandemie dürfte dies nur zum Teil erklären. Daneben war das Wanderungssaldo vor allem im Jahr 2019 negativ, konnte sich aber 2020 wieder leicht erholen.

Bevölkerungsentwicklung und -prognose

Während in früheren Jahren noch alle Stadtteile Bremens ein positives Bevölkerungswachstum aufwiesen, zeigte sich zwischen 2015 und 2020 in einigen ein Bevölkerungsschwund. Am deutlichsten sank die Bevölkerungszahl in Woltmershausen. Auch als attraktiv geltende innerstädtische Quartiere wie die Östliche Vorstadt, Mitte und Findorff sind weitgehend gesättigt und wachsen kaum oder schrumpfen sogar. Dennoch gibt es noch eine Reihe von stark wachsenden Stadtteilen, wie Walle, das von der dynamischen Entwicklung der Überseestadt profitiert, oder Oberneuland. Das Wachstum Vegesacks dürfte unter anderem durch seine Erstaufnahmefunktion für Geflüchtete zu erklären sein.

Bevölkerungsentwicklung und -prognose

Einer der wichtigen Wachstumstreiber der vergangenen Jahre, die Auslandszuwanderung, ist in Bremen zuletzt stark eingebrochen. Vor allem im Jahr 2019 lag das Auslandswanderungssaldo mit knapp 900 nur noch bei einem Zehntel des Wertes des Jahres 2015, dem Hauptjahr der Zuwanderung von Geflüchteten. Dabei ging die Zahl der Zugewanderten zurück während gleichzeitig die Zahl der Abgewanderten zunahm. Im Jahr 2020 stieg der Saldo allerdings wieder leicht an. Die Abwanderung ins Bremer Umland liegt seit einigen Jahren weitgehend auf einem gleichbleibend hohen Niveau.

Bevölkerungsentwicklung und -prognose

In den Jahren bis 2015 fand in Bremerhaven eine ausgeprägte Auslandszuwanderung statt, die neben Geflüchteten vor allem durch osteuropäische EU-Migrantinnen und Migranten getragen wurde. Im Jahr 2016 brach dieses Wachstum massiv ein, pendelte sich aber in den Folgejahren auf einem gemäßigten positiven Niveau ein. Zuletzt zeigt sich auch in Bremerhaven ein mit anderen Großstädten vergleichbares Muster mit einem gemäßigt positiven überregionalen und Auslandswanderungssaldo und einem negativen Saldo mit dem Umland, wohin es vor allem Familien der Mittelschicht zieht. In den kommenden Jahren wird es eine große Herausforderung für Bremerhaven sein, durch geeignete Wohnungsangebote Familien und Haushalte mit guten Einkommen zurückzugewinnen.

Bevölkerungsentwicklung und -prognose

Der demografische Wandel wird sich in den kommenden Jahren fortsetzen und zu einem weiteren Rückgang der Bevölkerung im erwerbsfähigen Alter führen. Gleichzeitig wird der Anteil der über 65-Jährigen zunehmen, während davon ausgegangen wird, dass der Anteil der Kinder unter 15 Jahren weitgehend gleich bleibt. Auch wenn es sich nur um Prognosen handelt, sollten sie gleichwohl sinnvoll in Planungen einbezogen werden.


Länder- und Städtevergleich

Während die Bevölkerung des Landes Bremen in der ersten Hälfte des Jahrzehnts im Ländervergleich überdurchschnittlich stark wuchs, war das Wachstum in der zweiten Hälfte nur noch durchschnittlich. In den Jahren seit 2017 fiel der Wert sogar unter das deutschlandweite Mittel und war zuletzt sogar negativ. Das Land fällt insbesondere hinter den anderen Stadtstaaten Hamburg und Berlin sowie die dynamischen Länder Süddeutschlands zurück. Sollte der Trend anhalten und sich der Bevölkerungsschwund wirtschaftlich niederschlagen, droht das Land Bremen langfristig abgehängt zu werden.

Länder- und Städtevergleich

Während viele Metropolen vor wenigen Jahren noch deutlich höhere Wachstumsraten aufwiesen, hat sich das Metropolenwachstum zuletzt abgeschwächt. Das gilt auch für Bremen. Das Fünfjahres-Mittel lag 2016 noch bei 4,0 Prozent, hat sich zuletzt aber auf 1,6 Prozent abgeschwächt. Trotzdem liegt Bremen im Vergleich mit anderen Metropolen im Mittelfeld zwischen sehr dynamischen Städten wie Leipzig, Frankfurt und Berlin und mittlerweile stagnierenden Städten wie Hannover, Dortmund und Essen. In den kommenden Jahren dürfte sich dieser Trend aufgrund des demografischen Wandels und der abgeflauten Auslandszuwanderung fortsetzen. Zudem treiben steigende Mieten und Immobilienpreise zunehmend Menschen ins Umland.

Länder- und Städtevergleich

Nachdem Bremerhaven in der Mitte der 2010er Jahre zeitweise ein solides Bevölkerungswachstum aufwies, schrumpft die Seestadt seit 2018 wieder leicht. Im fünfjährigen Mittel zwischen 2015 und 2020 stellt sich das Wachstum mit -0,4 Prozent leicht negativ dar. Es bleibt abzusehen, ob sich dieser Trend fortsetzt oder es gelingt, die Bevölkerungszahl Bremerhavens zu stabilisieren. Insbesondere Familien und andere Haushalte der Mittelschicht fehlen in der Seestadt und pendeln vor allem von außerhalb zu ihren Bremerhavener Arbeitsplätzen ein. Hier gilt es Angebote zu entwickeln und die Stadt für diese Gruppe attraktiver zu machen.


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